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Freitag, 27. Februar 2009

Schnäppchenjägerin




Stark beeinflussbar wie ich bin, habe ich mich durch die massive Werbung für den Film "Shopaholic" , der im März in die deutschen Kinos kommt, beeindrucken lassen und mich ein wenig informiert.
Als ich erfuhr dass der Film auf Büchern basiert, musste ich das gleich mal bei Amazon näher untersuchen, und da die Bücher dort gebraucht sehr günstig zu haben waren ( ;-))) ) , und ich mal wieder Lust auf leichte Unterhaltung hatte, habe ich meinen Shoppinggelüsten freien Lauf gelassen und mir diese beiden Bücher zugelegt:
Teil1

Teil2



Und wurde nicht enttäuscht: Sehr leichte, beschwingte Kost die ich ziemlich flott lesen konnte, ganz witzig, ironisch übertrieben , wenn auch etwas arg vorhersehbar: Das Wechselbad der Gefühle wurde mMn etwas zu sehr auf die Spitze getrieben, denn immer wenn es super lief, kam postwendend der Absturz, spätestens nach der zweiten Wende in dieser Form wurde es etwas -nun ja, vorhersehbar.

Aber nichts desdo trotz bereue ich den Kauf nicht (war ja auch sooo ein Schnäppchen :-D ) . Und ja, ich kann mich in der Rolle der Schnäppchenjägerin auch selbst wiederfinden, wenn auch in abgeschwächter Form: Schulden würde ich nicht machen für Kleiderkonsum, aber ein günstiger Preis hat bei mir schon manchen Fehlkauf erleichtert. Wohingegen ich (mMn zu teuere) Traumteile ewig anschmachte ohne sie zu kaufen. Es fällt mir schwer die Erkenntnis, dass 5 gesparte Fehlkäufe einen Traumkauf finanzieren würden, auch in die Tat umzusetzen.

Wie sieht das bei euch aus? Schnäppchenjunkie oder puristischer Qualitätskäufer?



Ich freue mich auf jeden Fall auf den Film, von dem ich genau das gleiche erwarte wie von den Büchern: eine kurzweilige Zeit + zusätzlich natürlich ein tolles Kostümbild von Patricia Field, deren schräge (Farb-) Kombinationen ich sehr inspirierend finde.



Die Bilder versprechen einiges, vor allem das Petticoat-Bild hats mir angetan, denn ich schleiche selbst schon ne Weile um zwei bunte Petticoats herum...die mir EIGENTLICH zu teuer sind ;-)

(Bilder: Amazon & Moviegod)

Dienstag, 13. Januar 2009

Gesehen: "Aufzeichnungen zu Kleidern und Städten"


Dieser Dokufilm von Wim Wenders lief am 7.1 spätabends auf ARTE im Rahmen des Themenschwerpunktes "Mode" .(Der TSP heißt anders, ich weiß leider nicht mehr genau wie, aber im Grunde gings darum *g*)
Ich war schwer beeindruckt, sowohl von Wenders als auch von Yamamoto.

Der Film ist in meinen Augen ein sehr eindrückliches Portrait eines Künstlers von einem Künstler.
Denn auch wenn Yamamoto einmal im Film so etwas sagt wie " Ich bin kein Desiger, ich bin Schneider" , ist im Laufe des Filmes sehr deutlich geworden, was den Unterschied macht von einem reinen Handwerker zu einem Künstler.

Ich denke, der Unterschied liegt in einem stark ausgeprägten Bild, einer Vision, die beim Tun verfolgt wird und die alles durchdringt wie ein Duft, der einen Raum erfüllt. Natürlich hat auch ein Handwerker eine Vorstellung von dem Ding dass er herstellt und vermutlich meist auch eine Art Ideal im Kopf dass er verfolgt, aber der Unterschied ist doch frappierend:
Sehr deutlich wird dies in einer Szene, in der Wenders kommentiert, dass Yamamoto sich ständig mit alten Photoportraits von Menschen umgibt. Und auch wenn Kleidung zu sehen ist auf den Bildern, geht es Yamamoto um die Gesicher dieser Menschen und die komplette Erscheinung und nicht in erster Linie um die Kleidung auf den Bildern.
Seine Inspiration ist für einen Außenstehenden nur schwer nachvollziebar, da sie seiner ureigensten Sicht der Welt entspringt. Ein Handwerker würde sich von den Bildern vielleicht in einer Weise inspirieren lassen, dass er bestimmte Schnitte oder Kleidungsarten übernimmt.

Das macht für mich den Unterschied aus, exemplarisch zusammengefasst.

Und obwohl der Stl den Yamamoto vertritt ziemlich konträr zu meinem eigenen steht - er verarbeitet fast nur schwarz, da ihn vor allem die Silhouette interessiert, und er findet Symmetrie hässlich- konnte ich aufgrund des Films die Vision hinter seinen Entwürfen erspüren, und diese kann ich achten, auch wenn sie nicht meinen Geschmack trifft.


In jedem Fall ein sehenswerter Film!